Dienstag, 26. Januar 2016

...und wieder Salzbrand im Kasseler Ofen, 2016

27.01.2016

Nach fast einem Jahr Pause haben wir gestern wieder den Kasseler Ofen angezündet. 
Wir haben in ca 20 h 1000 kleine und große Töpfe in den Ofen eingebaut. Jetzt trocknen wir diese noch bis 300 Grad und "halber" Flamme für ca 12 Stunden und dann geht es richtig los..
Das Wetter ist ziemlich regnerisch und das Holz nicht wirklich trocken.....



....kleine, mit Shino glasierte Teeschälchen und eine kann habe ich geschützt durch eine Brennkapsel in den Ofen gestellt...

...Johannes bei letzen Setzarbeiten....

....gefüllt

...anzünden zum Trockenheizen von der Aschegrube aus

.....der Schrein

....der Ofen brennt und brennt und brennt... Schon über 33 Stunden. Das Holz ist fast alle und unsere Kräfte lassen auch deutlich nach... Aber die Temperatur ist erreicht und muss noch einige Stunden gehalten werden. Frühlingshafte Temperaturen und Amsel gezwitscher erleichtern dabei die Arbeit.....

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05. 03. 2015

Gestern Abend haben wir den 37. Brand im Kasseler Ofen, nach 30 Stunden beendet.
Aufgrund Hannos großer Blumentöpfe und Vasen mussten wir langsam anheizen. Irgendwie haben wir dann diese gelassenen, entschleunigten Stunden auch überstanden und hoffen jetzt auf ein gutes Ausräumen des Ofens am Dienstag.

....noch ganz am Anfang 

Schicht für Schicht wird der Ofen sorgfältig gefüllt.

....beim Anzünden des Feuers...

....der Schrein...

....der Ofen wird zum Schluss fest geschlossen und die Feuerwand zugeschmiert.

...meine Mitbrenner....

 10.03. 2015
....heute haben wir den Ofen ausgenommen. Mit einem Kamerateam des mdr....


....am Freitag, den 13. soll es im "Sachsenspiegel" um 19 Uhr u.a. mit gesendet werden.
Mal sehen.....

12. 11. 2014
......es ist wieder soweit, die in den letzten Monaten gedrehten, gehenkelten, bemalten und engobierten ca.1 Million Tassen, Becher, Teller, Vasen, Krüge, Flaschen, Dosen, Brottöpfe, Schalen, Schüsseln, Eierbecher, Übertöpfe, Kannen, Bodenvasen, kleinen Töpfe, großen Töpfe..........in den Ofen einzubasteln und zu brennen.
 Davor wurden natürlich auch wieder 20 Festmeter Holz sauber aufgespalten und in den letzten 2 Jahren getrocknet, unendlich viele furchtbar verkrustete, sehr schwere Brennplatten gesäubert und mit Trennmittel gestrichen und unzählige Vorbereitungsarbeiten mehr oder minder begeistert absolviert.








14. 11. 2014
Gestern Mittag haben wir begonnen den 16 Kubikmeter großen Ofen anzufeuern. Heute Mittag waren gleichmäßig 1300 Grad im Ofen, diese haben wir 3 Stunden gehalten. Etwas unfassbar, dass alles so gut und so schnell ging und dann auch noch das Holz perfekt gereicht hat.




Ganz ruhig und still und erwartungsfreudig war es, als wir uns für heute von dem Ofen, der fest geschlossen, mit Lehm zugeschmiert, noch 1100 Grad heiß, verabschiedet haben. 








24.02.
Da die Töpfermarktsaison naht, der Tag der offenen Töpferei auch und auch sonst nur noch wenige Töppe da sind, wird es wieder mal Zeit den Kasseler Ofen zu brennen. Genügend Holz ist da, der Frühling auch und fleißige Helfer stehen bereit.....
Gestern Abend haben Johannes und ich begonnen den Ofen einzulegen. Rainer sorgte für leckeres Essen und heut, zum späten Nachmittag waren schon fast 2/3 der Gefäße im Ofen und die Rückenschmerzen sehr ausgeprägt.



Morgen geht es früh weiter und vielleicht können wir abends den Ofen schon anzünden.....
Jetzt erst mal heiß baden....

25. 02.
Es ging wieder alles viel besser als erwartet. Vor 16 Uhr war der Ofen mit aller Sorgfalt gefüllt und Johannes konnte mit dem Zusetzen der Feuertür beginnen...
....um kurz nach 16 Uhr hieß es dann: Feuer frei.....

.....und langsam werden jetzt die Töpfe, so ca. 50 Grad die Stunde, erst von der Aschegrube aus, zum Glühen gebracht.

Aber am Wichtigsten ist es, dass die Kerze im Schrein hell brennt!

Für ein paar Stunden kann ich jetzt entspannen. Lars und Johannes teilen sich die Nachtschicht und ab um 5 Uhr morgens bin ich wieder am Heizen..... Gute Nacht und trockenes Holz.....

26.02.
....das Holz war trocken!
Als ich heut, am frühen Morgen Lars ablösen wollte, dachte ich erst, das Thermometer ist kaputt, oder vorgegangen oder zusätzliche Gasbrenner sind noch im Ofen installiert.....nein - es war einfach nur so, dass Johannes dem Lars beim Heizen eine gute Vorlage geliefert, Lars diese angenommen und gut ausgebaut hatte. Der Ofen funktionierte nach jedem Auflegen des Holzes wie das Gaspedal eines Autos. Der Temperaturanstieg war nicht zu bremsen...
Da um 9 Uhr morgens schon über 1000 Grad im hinteren Teil des Ofens und an der Feuerung schon 1300 Grad waren, heizte Johannes den Ofen von der oberen Feuerung, 

....und ich von der Hauptfeuerung...


Schon um 14 Uhr war die Temperatur im Ofen ausgeglichen bei ca 1300 Grad. Hoffen wir. Das hintere Thermometer fiel schon Stunden vorher aus und wir mussten uns auf unser Gefühl, die Farbe des Feuers und auf die Segerkegel verlassen.
Einige Bretter mit Salz ( ca 24 kg) wanderten von da an bis um 15 Uhr in den Ofen und  nach einstündigem nachheizen beendeten wir den Brand um 16 Uhr. 
Beeindruckend war wieder das Farbenspiel beim Abkühlen bis 1150 Grad. Andächtig versammeln wir uns dann vor dem Ofen....

...und sind spätestens ab da gespannt, ob alles gut gegangen ist und sich unsere Erwartungen an die Töpfe und uns selbst erfüllen werden.
Es war ein entspannter Brand, Dank der Hilfe von Rainer, der immer da ist wenn man Hilfe braucht, Mamas Kuchen, Lars unermüdliches Heizen, den Besuchen von Mimi und Hanse, dafür dass Antje und Arite einfach nur da sind und Johannes ein guter Freund und Kollege sowie Mitbrenner und Mitnutzer des Ofenraums ist.

02.03.


Heute haben wir zu fünft den Ofen ausräumt. Mit Rainer, der fotografiert hat, und
Johannes, meinem Mitbrenner und Mitbefüller des Ofens.....

seinem Sohn Philipp,

mit Lars, der einen Knopf hält ( auch damit kann man den Ofen füllen),

....und ich hab auch ein paar Töppe rausgeholt.

Es ist alles gut geworden. Wieder neue Farben und neue Fragen. Warum hier so und da anders....
Unendlich viele Stücke, die nun geschliffen, ausgepreist und präsentiert werden müssen.
Viel Arbeit auch für die nächsten Tage.




Ein paar schöne Teeschalen waren auch dabei, aber diese muss ich mal extra, in Ruhe, fotografieren.
Ich bin so froh und dankbar und müde! 

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