Donnerstag, 7. April 2011

Mittwoch: Die Anna brennt - und brennt, wir sind ihre Zuarbeiter

Anna I zeigt sich mehr als bedienerfreundlich, sie meint es gut mit uns. 1.00 Uhr nachts haben wir 110°C und heizen zunächst weiter 10-20 ° C die Stunde hoch. Das erste Tageslicht geht mit einem Vogelkonzert einher, vormittags ziehen bereits Kraniche über Krauschwitz hinweg während wir Holz sägen, spalte , stapeln und immer wieder nachlegen. Der Temperaturunterschied zwischen beiden Meßpunkten der vorderen Kammer liegt zwischen 20 und 50 °C. Alles im grünen Bereich. Mittlerweile beherrschen auch alle unser diesjähriges Brennermotto. Wir halten es mit Gustav Mahler, der sinngemäß formuliert hat: Tradition ist nicht die Verehrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers. Den ersten Teil des Satzes sagen die- oder derjenige, der die Schicht beendet, den zweiten Teil erwidert die Schicht-Ablösung (Unser letztjähriges Bennermotto hatte Juliane aus Halle mitgebracht, dort heißt es nämlich mundartlich, "Nuuuuuu meiiinea?", die Antwort lautete natürlich "Mmmuuuss! Mmmuuuss!" - Verstanden hat's keiner, aber scheeenne war's.) Zurück zur Gegenwart: Mittags gibt's Kürbiskernsuppe von Kathrin gekocht. Für den Nachmittag müssen wir uns stärken, da soll zusätzlich zum Anna I-Programm ein LKW voller Holz kommen. Man hat ja sonst nichts zu tun! Gegen fünf ist es dann so weit. Zwischendurch wird gebloggt, Brot gekauft und bei 285° C am Anagama gegrillt. Schaschlik, Bratwurst und andere Schweinereien. Und, wie kann es anders sein, Ur-Krostitzer. Jules Nachtisch ist einen Blick aufs Rezept wert: neun Bananen in Scheibchen geschnitten, ein Schälchen Physalis halbiert, Kardamom, Zimt, etwas Zucker und Zitronenschalen-Abrieb. Sehr lecker, wie Volker bemerkt. Nachts wechselt Christoph das Feuer aus dem unteren Feuerschacht in die obere Feuerung des Anagama. Das Ganze bei 470°C. Feurio!!!

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