Mittwoch, 6. April 2011

Anzünden, nicht mehr - aber auch nicht weniger

Wir haben wie immer zeitig begonnen: Frühstück halbacht mit frischen Brötchen, die Volker geholt hat. Arbeitsbeginn viertel nach acht. Kathrin und Jule schließen die Soda-Kammer, Christoph und Thomas platzieren die letzten Gefässe in der vorderen Kammer und schließen auch die vordere Tür. Zum Mittag gibt's Pellkartoffeln mit Quark, Zwiebeln und Leinöl. Also wieder etwas Schlesisches. Inzwischen unser traditionelles Anbrennessen. Halbvier: Kaum zu glauben, Kathrin zündet mit etwas Holzwolle und ein paar Scheiten Holz den Anagama an. Volker holt den kalt gestellten Cremont aus dem Kühlschrank, wir stossen an. Immerhin zwei Tage früher als gedacht. Von jetzt an heißt es auch Nachtarbeit, die erste Schicht geht an Thomas, 23.00 bis 03.00 Uhr, die zweite an Jule, 03.00 Uhr bis zum Frühstück. Es ist der dritte Brand von Anna I, dem Anagama von Kathrin und Christoph. Benannt ist er nach Kathrins Großmutter. Bereits in vierter Generation betreiben die Najorkas an gleicher Stelle eine Töpferei. Zum alten Kassler Ofen mit 16 Kubikmeter Fassungsvermögen kam vor drei Jahren der Anagama mit ca. sechs Kubikmeter hinzu. - Nach dem Anzünden des Ofens haben wir einen besonderen Fotogruss an Kollegin Corinna nach down under geschickt, die normalerweise fest zum Team gehört. Ein Jahr lang arbeitet Sie in einer Töpferei in Neuseeland. Corinna, Du fehlst uns!

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